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Claus-Dieter Werny
   

KINDER IN DER FEUERWEHR

Aufgrund des demografischen Wandels und der Konkurrenz anderer Vereine ist der Nachwuchs der Feuerwehr in Gefahr. Um mit anderen mitzuhalten, keimen zurzeit im gesamten Bundesgebiet Kinder- oder sog. Bambini-Feuerwehren. Ziel dieser Gruppen ist es, bereits Kinder in der Grundschule für den Gedanken des Brandschutzes und für die Feuerwehr zu gewinnen. Wie das geht, welche Konzepte es gibt und welchen Rahmen man dafür braucht, damit beschäftigt sich ein Arbeitskreis.

Häufig gestellte Fragen

Wird das Eintrittsalter der JF herabgesetzt?!

Die Novellierung des SBKG bedeutet nicht, dass das Eintrittsalter der JUGENDFEUERWEHR auf 6 Jahre herabgesetzt wird.
Es besteht lediglich die Möglichkeit eine Vorbereitungsgruppe zu gründen, als Reaktion auf den demographischen Wandel und die immer
reichhaltigeren Angebote von Vereinen und Organisationen für Kinder in diesem Alter.
Somit bleibt das Eintrittsalter in die JUGENDFEUERWEHR bei 8 Jahren bestehen!


Wann wird zur Jugendfeuerwehr gewechselt?

Mitglieder/ Kinder der Vorbereitungsgruppen haben mit 8 Jahren im Ermessen des Betreuers und seiner Helfer die Möglichkeit in die Jugendfeuerwehr zu
wechseln, müssen aber beim Erreichen von 10 Jahren gewechselt sein oder treten aus.
Somit sind die Vorbereitungsgruppen ein weiterer Baustein der Feuerwehr, der zwischen der Bandschutzerziehung und der JUGENDFEUERWEHR einzuordnen ist.

Wie sind sie versichert?

Die Unfallkasse Saarland tritt ab Inkrafttreten des neuen SBKG für den Versicherungsschutz der Kinder und Betreuer
oder Helfer ein. Einzige Bedingung: KEINE Feuerwehrtechnik in den Gruppenstunden!

Welche Räumlichkeiten braucht man?

Räumlichkeiten sollten dabei Kind gerecht und dem privaten häuslichen Standard entsprechen. Somit sind keine größeren Umbauten von Waschräumen o.Ä. nötig!
Ein Hocker am Waschbecken reicht völlig aus. "Wer baut schon sein Haus um, wenn er Kinder bekommt?!" :-)
Brauchen die Kinder eine Uniform?

Das Thema Uniform, wird im Bereich der Vorbereitungsgruppen keine Rolle spielen, da sowohl die Saarländische Jugendfeuerwehr, ergo der Arbeitskreis, als auch die Deutsche Jugendfeuerwehr mit der
Projektgruppe, gegen eine Uniform entschieden haben. Zum einen wegen der Zielsetzung der Vorbereitungsgruppen, aber auch wegen dem enormen Kostenfaktor.
Vorbereitungsgruppen sind die Vorstufe der JUGENDFEUERWEHR und sollen nach den angemessen körperlichen Fähigkeiten des Kindes, spielerisch das Wissen und
den Umgang mit Feuer vermitteln. Eine einheitliche Bekleidung kann jedoch durchaus erfolgen, ist sogar beim öffentlichen Auftreten ausdrücklich gewünscht z.B. in
Form von T-Shirts.

Wer wird Betreuer?!

Betreuer der Vorbereitungsgruppe müssen nicht zwingend aktive Mitglieder einer Feuerwehr sein.
Vorbereitungsgruppen können in Kooperation mit KiTAs oder Ganztagsschulen entstehen und umgesetzt werden, z.B. als Ausführung einer AG, oder aber auch
Feuerwehrangehörigen aufgebaut werden. Wichtig hierbei ist die Zustimmung der ortsansässigen Feuerwehr. Somit besteht auch die Möglichkeit für das Gewinnen
neuer aktiver Mitglieder, wie zum Beispiel Väter oder Mütter. Des Weiteren kann die Altersabteilung in die Arbeit der Vorbereitungsgruppen einbezogen werden. Wie
bereits erwähnt übernimmt die UKS Saarland jeglichen Versicherungsschutz für betreuende Personen.

Wie werden die Leiter ausgebildet?

Die Ausbildung zum Leiter einer Kindergruppe ist in drei Teile gegliedert. Der erste Teil, als Grundlage für den Leiter und den Betreuer wäre die JuLeiCa, diese kann z.B.
durch eine durch einen Lehrgang beantragt werden (bei entsprechender pädagogischer Ausbildung kann auch diese anerkannt werden und zur Beantragung der JuLeiCa
genügen, bitte in diesem Fall Rücksprache mit unserer Bildungsreferentin halten.) Sie gilt als Muss, zur rechtlichen Absicherung und zur Förderung von Maßnahmen
durch die Jugendämter und zeigt der Öffentlichkeit, dass die Kinder- und Jugendarbeit in der Feuerwehr Qualität hat!

Im zweiten Teil werden in einem Wochenendseminar "Umgang mit 6-9jährigen" weitere pädagogische Grundzüge für Kinder in diesem Alter aufgezeigt, Erfahrungen
und Befürchtungen ausgetauscht und erste Gruppenstunden für die Vorbereitungsgruppen erarbeitet.

Das dritte notwendige Modul, ist zweigespalten. Es besteht aus Öffentlichkeitsarbeit und Fördermöglichkeiten. Es wird als Tagesseminar angeboten.

Lehrgänge, die bereits an der Feuerwehrschule des Saarlandes als Seminar angeboten und besucht wurden, werden bei entsprechendem Nachweis anerkannt.
Dies gilt im Übrigen auch für die JuLeiCa.
Grundstein: JuLeiCa