Experimente
Die Idee
Kleine Experimente zum Thema „Brennen und Löschen“ sind seit 2022 ein fester Bestandteil der Ausbildung der Saarländischen Jugendfeuerwehr.
Motiviert durch das positive Feedback der Betreuenden entwickelte die Landesjugendleitung 2024 die Idee, für alle 52 Städte und Gemeinden im Saarland jeweils eine Box mit dem erforderlichen Material bereitzustellen.
Eure Box
Jede Stadt oder Gemeinde hat eine Experimentebox bekommen. Fragt am besten eure:n Stadt- oder Gemeindejugendbeauftragte:n, wie ihr die Box ausleihen könnt.
Die Experimente
Die Saarländische Jugendfeuerwehr e.V. stellt mit dieser Box eine umfassende Experimente-Sammlung zur Verfügung. Enthalten sind die Materialien und Anleitungen, um 38 Experimente aus den Bereichen „Brennen“ und „Löschen“ mehrfach durchzuführen.
Schulung
Passend zur Experimentebox bieten wir ein Seminar an der Landesfeuerwehrschule an, an dem die Experimentebox gezeigt wird und wo unter Anleitung alles selbst ausprobiert werden kann. Das Seminar findet am 17.10.2026 statt. Anmeldung über den Dienstweg direkt bei der Landesfeuerwehrschule.
Bevor ihr loslegt…
Hinweise zur Box
Die Saarländische Jugendfeuerwehr e.V. stellt mit der Experimente-Box allen Städten und Gemeinden im Saarland eine umfassende Experimente-Sammlung zur Verfügung. Enthalten sind die Materialien und Anleitungen, um 38 Experimente aus den Bereichen „Brennen“ und „Löschen“ mehrfach durchzuführen. Nur einzelne Werkzeuge und Materialien müssen aus organisatorischen Gründen selbst bereitgestellt werden, diese sind in den Anleitungen eindeutig markiert. Verbrauchte Inhalte der Box sind eigenständig nachzufüllen, da die Saarländische Jugendfeuerwehr e.V. keinen Nachschub bereitstellen kann.
Die Box eignet sich für den Einsatz in der Kinder- und Jugendfeuerwehr, ebenso in der Brandschutzerziehung sowie in der aktiven Abteilung.
Die Experimente können sowohl als Demonstrationsversuche als auch gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen durchgeführt werden. Dabei ist jeweils eine eigenständige Einschätzung der Gefahrensituation erforderlich, da diese unter anderem von der Gruppe der Kinder und Jugendlichen selbst abhängig ist.
Die Auswahl der konkret durchzuführenden Experimente kann nach unterschiedlichen Kriterien erfolgen. Derselbe Versuch kann unter Umständen zur Demonstration und Erklärung unterschiedlicher physikalischer und chemischer Phänomene genutzt werden.
Experimentierregeln
Folgende Regeln sollten während des Experimentierens beachtet werden:
- Feuerfeste Unterlage (z.B. massiven Holztisch) für die Experimente verwenden.
- Geeignete Löschmittel (z.B. Löschspray und Sand) in der Nähe bereithalten.
- Kleidung aus Baumwolle, besser Feuerwehr-Schutzkleidung, tragen.
- Weitere Schutzausrüstung nach Gefährdungslage tragen.
- Alle nicht benötigten Materialien entfernen.
- Lange Haare zusammenbinden.
- Sollen Kinder und Jugendliche mitexperimentieren, diese vorher über die möglichen Gefahren bei den Versuchen informieren.
- Nicht während des Experimentierens essen und trinken.
- Nicht in grelles Licht schauen.
- Ausreichend Abstand zum Publikum halten.
- Nach dem Experimentieren die Hände waschen.
Materialliste
Zur Durchführung aller 38 Experimente ist folgendes Material notwendig.
Diese Materialien sind in jeder Experimentebox der Saarländischen Jugendfeuerwehr enthalten:
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Koffer mit Kleinteilen:
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Material, das selbst bereitgestellt werden muss
- Wasser
- Cuttermesser
- Küchenmesser
- Breiter Schraubendreher
- Hammer
- Orangen
- 2 leere PET-Flaschen
- Leere Getränkedose
- Papprolle einer Küchenrolle
- Eiswürfel
Erklärung zum Verbrennungsdreieck
Die Box enthält ebenfalls ein Verbrennungsdreieck aus Holz. Es beschreibt die drei grundlegenden Voraussetzungen, die gleichzeitig vorhanden sein müssen, damit eine Verbrennung stattfinden kann: ein brennbares Material, Sauerstoff und eine gewisse Zündtemperatur beziehungsweise Wärme.
- Der Brennstoff kann dabei fest, flüssig oder gasförmig sein, z.B. Holz, Benzin oder Erdgas.
- Der benötigte Sauerstoff stammt in der Regel aus der Umgebungsluft, die zu etwa 21 Prozent aus Sauerstoff besteht.
- Die Wärme sorgt dafür, dass der Brennstoff seine Zündtemperatur erreicht und die chemische Reaktion der Verbrennung beginnt, zum Beispiel durch eine Flamme, einen Funken oder eine stark erhitzte Oberfläche.
Erst wenn alle drei Faktoren gleichzeitig zusammentreffen, kann sich ein Feuer entwickeln und weiterbrennen.
Weiterhin kann auch das richtige Mengenverhältnis der oben aufgeführten drei Faktoren als Voraussetzung für eine Verbrennung gelten. Erst wenn Brennstoff und Sauerstoff in einer geeigneten Mischung vorliegen und anschließend eine passende Zündquelle hinzukommt, kann es zu einer sich selbst erhaltenden Verbrennungsreaktion kommen.
Auch sogenannte Katalysatoren spielen bei der Entstehung von Bränden eine Rolle. Sie senken die notwendige Aktivierungsenergie und beschleunigen oder ermöglichen dadurch eine Verbrennung. Katalysatoren gehen aus der chemischen Reaktion unverändert hervor. Bei vielen Verbrennungsvorgängen können beispielsweise in der Umgebungsluft enthaltene Wassermoleküle eine solche katalytische Wirkung besitzen.
Wird einer der drei Bestandteile entfernt, kommt die Verbrennung zum Erliegen:
- Entzieht man dem Feuer den Brennstoff, fehlt die Reaktionsgrundlage.
- Verdrängt man den Sauerstoff, etwa durch Löschschaum oder Kohlendioxid, erstickt die Flamme.
- Durch kühlen, zum Beispiel mit Wasser, sinkt die Temperatur unter die Zündgrenze, sodass die Reaktion stoppt.
Das Verbrennungsdreieck kann bei allen Experimenten bei der Erklärung verwendet werden. Besonders beim Experimentieren mit Kindern ist die Verwendung des Verbrennungsdreiecks hilfreich, um anschaulich zu erklären, warum ein Feuer entsteht und brennt und auch wieder gelöscht werden kann.
Bedienung des Kartuschenbrenners
Austausch der Gaskartusche (nur im Freien!)
- Brenneroberteil vorsichtig abschrauben. Noch in der alten Kartusche enthaltenes Gas strömt dabei aus.
- Neue Kartusche gerade in das Bodenteil einsetzen.
- Brenneroberteil auf das Bodenteil drehen, bis das Gewinde vollständig verschwunden ist.
- Noch im Freien einen ersten Brennertest vornehmen.
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Inbetriebnahme des Brenners
- Das Feuerzeug oder das Streichholz neben dem Brenner entzünden.
- Die Gaszufuhr langsam aufdrehen und das ausströmende Gas entzünden.
- Für eine leuchtende Flamme bleibt die Luftzufuhr geschlossen. Eine blaue, nicht leuchtende Flamme wird durch Öffnen der Luftzufuhr eingestellt.
- Die Gaszufuhr bis zur gewünschten Intensität regulieren.
Abschalten des Brenners
- Die Luftzufuhr vollständig schließen.
- Die Gaszufuhr vollständig schließen und abwarten, bis die Flamme vollständig erloschen ist.
Flammentypen
| Die leuchtende Flamme hat eine orange-gelbe Farbe und entsteht bei geschlossener Luftzufuhr. Sie brennt nicht so heiß und rußt. | Die nichtleuchtende Flamme hat eine blaue Farbe und entsteht bei geöffneter Luftzufuhr. Sie brennt deutlich heißer und ohne dabei Ruß zu hinterlassen. Ist in der Anleitung nichts anderes angegeben, wird bei Experimenten immer die nichtleuchtende Flamme eingestellt. |
Haftungsausschluss
Die aufgeführten Experimente wurden durch die Saarländische Jugendfeuerwehr e.V. mehrfach erprobt und sorgfältig niedergeschrieben. Nutzer:innen sind dennoch dazu verpflichtet die Experimente vor der Durchführung auf eventuelle Fehler oder Ungenauigkeiten hin zu überprüfen.
Die Nutzung der Experimentebox und der dazugehörigen Anleitungen erfolgt auf eigene Verantwortung.
Eine Haftung für Schäden oder Verluste, die beim Umgang mit den hier beschriebenen Stoffen, Materialien oder Geräten entstehen, ist ausgeschlossen; ebenso wie Schadensersatzforderungen oder Gewährleistungsansprüche aufgrund falscher oder fehlender Angaben.
Der Autor schließt somit jegliche unmittelbare oder mittelbare Haftung für Schäden, die in Zusammenhang mit der Durchführung der Experimente stehen, ausdrücklich aus.
Alle Experimente auf einen Blick
01 Alkohol vs. Benzinbrand
Beim Löschen von Flüssigkeitsbränden mit Wasser ist es entscheidend, ob die Stoffe mit Wasser mischbar sind (z.B. Alkohole) oder nicht (z.B. Benzin oder Diesel). Bei einem falschen Einsatz von Wasser als Löschmittel kann es zu einer Brandausbreitung kommen.
Benötigtes Material:
- Wasser
- Messbecher für Wasser
- Brennspiritus
- Feuerzeugbenzin
- 2 Metallschalen
- Auffangbehälter
- Deckel
- 1 Feuerzeug
Schutzausrüstung:
Schutzhandschuhe, Schutzbrille
Sicherheitshinweise:
Die Flammen können durch Abdecken des Auffangbehälters mit dem passenden Deckel erstickt werden.
Durchführung:
- Eine Metallschale zu einem Drittel mit Brennspiritus befüllen, die andere Metallschale zu einem Drittel mit Feuerzeugbenzin befüllen. Beide Schalen entzünden.
- Die Schale mit dem Alkohol durch Zugießen von Wasser löschen.
- Die Schale mit dem Benzin mit Wasser zum Überlaufen bringen.
Beobachtung:
Der Alkoholbrand lässt sich durch Zugabe von Wasser löschen. Das brennende Benzin breitet sich hingegen auf der Wasseroberfläche aus.
Erklärung:
Wasser ist in jedem Verhältnis mit Alkohol mischbar. Durch das Vermischen steigt der Flammpunkt des Brennspiritus so weit, dass keine weitere Verbrennung möglich ist und die Flammen erlöschen.
Benzin hingegen ist nicht mit Wasser mischbar und hat eine geringere Dichte, es schwimmt also oben auf und brennt dort weiter. Durch Zugabe von Wasser kann es zu einer Ausbreitung des Brandes kommen.
Entsorgung:
Das Benzin abbrennen lassen und die restliche Flüssigkeit im Abfluss entsorgen.
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02 Brandausbreitung
Durch aufsteigende heiße Rauchgase und Verbrennungswärme können Brände sich ausbreiten.
Benötigtes Material:
- 1 Teelicht
- PET-Flasche (nicht enthalten)
- 3 Holzstäbchen
- Cuttermesser (nicht enthalten)
- 1 Feuerzeug
- Auffangbehälter
Schutzausrüstung:
Schutzhandschuhe
Durchführung:
- Mit dem Cuttermesser den Boden der PET-Flasche bzw. den unteren Teil der PET-Flasche abtrennen.
- Im Abstand von ca. 3, 6 und 9 cm Holzstäbchen in die Flasche stecken, dazu die Flasche vorher mit dem Messer einschneiden.
- Das Teelicht entzünden und die Flasche ohne Deckel darüber platzieren.
Beobachtung:
Nach kurzer Zeit entzündet das Teelicht das untere Stäbchen. Danach wandert die Flamme über das mittlere Stäbchen weiter zum oberen Stäbchen.
Erklärung:
Die Verbrennungswärme der Kerze steigt nach oben und bereitet das Holz für die weitere Verbrennung vor. Dabei werden Schwelgase frei und sobald die nötige Temperatur erreicht ist, beginnen die Stäbchen nacheinander zu brennen.
Entsorgung:
Die Reste können über den Hausmüll entsorgt werden.
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03 Brandschneise
Um die Ausbreitung eines Feuers zu verhindern, kann der brennbare Stoff einfach entfernt werden. Bei Wald- und Vegetationsbränden spielt die Bildung von Brandschneisen eine wichtige Rolle
Benötigtes Material:
- Ca. 30 Streichhölzer
- Deckel
- Knete
- 1 Feuerzeug
Durchführung:
- Auf dem Deckel die Knete ausbreiten.
- Die Streichhölzer mit dem Kopf nach oben und mit einem geringen Abstand zueinander in die Knetmasse stecken.
- Einige Streichhölzer in der Mitte wegnehmen und die Streichhölzer auf einer Seite anzünden
Beobachtung:
Die angezündeten Streichhölzer brennen ab, wobei sich das Feuer nicht über die Schneise hinaus ausbreitet.
Erklärung:
Innerhalb der Brandschneise befindet sich kein brennbares Material mehr. Die Verbrennung kommt dort zum Erliegen und kann sich, mit ausreichendem Abstand, nicht auf weitere Bereiche ausbreiten.
Entsorgung:
Die Reste können über den Hausmüll entsorgt werden.
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04 Brennende Hände
Wasser entzieht als Löschmittel die Wärme des Feuers, die für die weitere Verbrennung notwendig ist.
Benötigtes Material:
- Wasser
- Spülmittel
- Feuerzeuggas
- 1 Feuerzeug
- Plastikbehälter
Sicherheitshinweise:
Am Arm dürfen sich keine Armbänder oder Uhren befinden. Blasen nicht über dem Plastikbehälter entzünden. Sollten die Flammen zu groß oder zu heiß sein, die Hand nach unten wegschlagen.
Durchführung:
- Den Behälter zur Hälfte mit Wasser füllen und ein paar Spritzer Spülmittel dazugeben.
- Einen Arm bis zum Ellenbogen in der Lösung anfeuchten.
- Die Lösung mit dem Feuerzeuggas aufschäumen. Mit der Hand etwas Schaum abschöpfen und diesen anzünden.
Beobachtung:
Der Schaum brennt ab, ohne dabei die Hand zu verletzen.
Erklärung:
Wasser hat eine sehr hohes Wärmebindungsvermögen. Es nimmt die bei der Verbrennung entstehende Wärme auf und schützt so die Hand vor der Hitze der Flammen und potenziellen Verletzungen.
Entsorgung:
Die restlichen Schaumblasen zerstören und die Flüssigkeit im Abfluss entsorgen.
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05 Brennende Orange
Viele Pflanzen enthalten ätherische Öle, die leicht brennbar sind.
Benötigtes Material:
- Brenner
- 1 Feuerzeug
- 1 Orange (nicht enthalten)
- 1 Küchenmesser (nicht enthalten)
- Auffangbehälter
Durchführung:
- Die Schale der Orange mit dem Messer einschneiden und vorsichtig mit den Händen entfernen, dabei möglichst wenig drücken.
- Aus ca. 5 cm Abstand ein Stück Orangenschale mit der Außenseite in Richtung der Brennerflamme zusammendrücken.
Beobachtung:
Es sind kleine Funken zu sehen.
Erklärung:
Die Schale enthält ätherische Öle, die leicht brennbar sind und für den Duft der Orange verantwortlich sind. Beim Zusammendrücken der Schale werden diese herausgepresst und verbrennen dann in der Flamme.
Entsorgung:
Die Reste können über den Hausmüll entsorgt werden.
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06 Brennender Zuckerwürfel
Mit Hilfe eines Katalysators können auch scheinbar nicht brennbare Stoffe gezündet werden.
Benötigtes Material:
- 2 Zuckerwürfel
- Asche
- 1 Feuerzeug
- 1 Zange
- Auffangbehälter
Sicherheitshinweise:
Die Flammen sind manchmal nur schwer zu erkennen. Deshalb vor dem Entsorgen immer sicher gehen, dass die Flammen erloschen sind.
Durchführung:
- Einen unbehandelten Zuckerwürfel mit dem Feuerzeug erhitzen.
- Einen anderen Zuckerwürfel in der Asche wälzen, sodass die Oberfläche bedeckt ist. Anschließend den Zuckerwürfel mit dem Feuerzeug erhitzen.
Beobachtung:
- Der Zucker schmilzt und karamellisiert bzw. verkohlt.
- Nach kurzer Zeit brennt der Zuckerwürfel, dabei sind die Flammen möglicherweise nur schwer zu erkennen.
Erklärung:
Zucker lässt sich nicht ohne Weiteres entzünden. In der Asche enthaltene Eisenspuren wirken als Katalysatoren bei der Verbrennungsreaktion, dabei wird die Aktivierungsenergie herabgesetzt und der Zucker brennt.
Entsorgung:
Die Reste können nach dem vollständigen Erlöschen der Flamme und der Abkühlung über den Hausmüll entsorgt werden.
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07 Brennvorgang
Bei einer leuchtenden Brennerflamme findet die Verbrennung nur am äußeren Rand statt, wo Brennstoff und Sauerstoff zusammentreffen, während im Inneren der Flamme wegen Sauerstoffmangels keine Verbrennung erfolgt.
Benötigtes Material:
- Brenner
- 1 Feuerzeug
- 1 Holzspieß
Durchführung:
- Am Brenner eine leuchtende Flamme einstellen (Luftzufuhr geschlossen).
- Den Holzspieß für ca. 3 bis 5 Sekunden in die Mitte der Flamme über dem Brennerrohr halten.
Beobachtung:
An den beiden Außenseiten der Flamme zeigen sich Brandmarken am Holzspieß. Dazwischen, in der Flamme, zeigt sich keine Veränderung.
Erklärung:
Nur am äußeren Rand der Flamme kann das Brennergas mit dem Luftsauerstoff reagieren und somit verbrennen. Innerhalb der Flamme befindet sich kein Sauerstoff, sodass dort keine Verbrennung möglich ist, weshalb auch keine Brandmarken am Spieß auftreten. Dies gilt ebenso für die Flammen von Kerzen und Feuerzeugen.
Durch das Öffnen der Luftzufuhr am Brenner wird dem Brennergas hingegen Sauerstoff schon im Brennerrohr zugemischt, weshalb es mit einer kurzen, blauen Flamme (nichtleuchtend) verbrennt.
Entsorgung:
Die Reste können über den Hausmüll entsorgt werden.
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08 CO2 - Ein Atemgift
Bei CO2 handelt es sich um ein Atemgift, dass schwerer ist als Luft. Besondere Gefahren ergeben sich dadurch bei Ansammlungen in Gruben, Kellern und Schächten.
Benötigtes Material:
- Kerzentreppe
- 3 Teelichte
- 1 Feuerzeug
- Großes Becherglas
- Messbecher
- Essig
- 1 Päckchen Backpulver
- Knete
Durchführung:
- Die Teelichter auf der Kerzentreppe im Becherglas mit der Knete befestigen und entzünden.
- Das Backpulver auf den Boden des Becherglases geben.
- 75 ml Essig vorsichtig dazu gießen.
Beobachtung:
Der Inhalt des Becherglases schäumt auf. Dann erlöschen die Teelichte, beginnend mit dem untersten.
Erklärung:
Bei der Reaktion von Backpulver mit Essig entsteht Kohlenstoffdioxid (CO2) in großer Menge. CO2 hat eine höhere Dichte als Luft, sinkt daher ab und füllt das Becherglas von unten nach oben, wobei es die Luft vollständig verdrängt. Deshalb erlischt zuerst das unterste Teelicht, danach die darüber liegenden.
Entsorgung:
Die Flüssigkeit im Abfluss entsorgen.
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09 Drei Streichhölzer
Streichhölzer werden am besten in waagerechter bis aufrechter Position gehalten. Mit dem Kopf nach unten gehalten brennt das Streichholz rasant ab und es besteht die Gefahr, sich die Finger zu verbrennen.
Benötigtes Material:
- 3 Streichhölzer
- 3 Zangen
- 3 Feuerzeuge
Durchführung:
- Drei Personen halten zeitgleich jeweils ein Streichholz mit einer Zange fest. Dabei ein Streichholz senkrecht, eines waagerecht und eines mit dem Kopf nach unten halten.
- Alle drei Streichhölzer gleichzeitig mit einem Feuerzeug entzünden.
Beobachtung:
Das Streichholz, das kopfüber hängt, brennt rasant ab, während die anderen beiden langsam und gemächlich brennen.
Erklärung:
Bei allen Streichhölzern steht die gleiche Brandlast zur Verfügung. Entscheidend ist daher, wie die Energie der Verbrennung auf das unverbrannte Holz einwirkt. Da Flammen und heiße Luft direkt nach oben steigen, hat diese Energie bei dem senkrecht gehaltenen Streichholz kaum Einfluss darauf, das Holz zu erwärmen und dieses thermisch aufzubereiten. Bei dem waagerecht gehaltenen Streichholz kann die Flamme schon deutlich mehr Holz aufbereiten. Bei dem Streichholz, das mit dem Kopf nach unten hängt, liegen optimale Bedingungen vor.
Entsorgung:
Die Reste können über den Hausmüll entsorgt werden.
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10 Einfluss der Oberfläche
Je größer die Oberfläche eines Stoffes, desto leichter kann er gezündet werden.
Benötigtes Material:
- Holzwolle
- 1 Metallschale
- 1 Holzstäbchen
- Holzscheit
- 1 Feuerzeug
Durchführung:
- Etwas Holzwolle zu einer Kugel formen und auf die Schale geben.
- Nun versuchen Holzscheit, Holzstäbchen und Holzwolle nacheinander mit dem Feuerzeug zu entzünden.
Beobachtung:
Holzwolle lässt sich schon mit dem Feuerzeug sehr leicht entzünden. Das Holzstäbchen muss mit dem Feuerzeug kurz erhitzt werden, bevor es anfängt zu brennen. Das Holzscheit hingegen beginnt lediglich leicht zu glimmen.
Erklärung:
Je größer die Oberfläche des Holzes, desto leichter lässt es sich zum Brennen bringen. Da das Holzscheit sehr kompakt ist, reicht die Zündenergie des Feuerzeuges nicht aus, um genügend brennbare Pyrolysegase zu erzeugen. Der Zerteilungsgrad und damit auch die Oberfläche beim Holzstäbchen und der Holzwolle ist ungleich größer, weshalb das Feuerzeug zur Zündung genügt.
Entsorgung:
Die Reste können über den Hausmüll entsorgt werden.
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11 Eisennagel vs. Eisenpulver
Durch die Erhöhung des Zerteilungsgrades eines Stoffes und damit seiner Oberfläche können auch scheinbar nicht oder schwer brennbare Stoffe zur Zündung gebracht werden.
Benötigtes Material:
- 1 Eisennagel
- Eisenpulver
- 1 Feuerzeug
- Brenner
- Zange
- Löffel
Durchführung:
- Den Nagel mit der Zange in die Brennerflamme halten.
- Mit dem Löffel langsam eine erbsengroße Portion Eisenpulver in die Brennerflamme rieseln lassen.
Beobachtung:
Der Nagel glüht unter Umständen leicht orange. Das Eisenpulver verbrennt unter Funkenbildung.
Erklärung:
Die Temperatur des Brenners reicht nicht aus, um Eisen in kompakter Form zum Brennen zu bringen. Lediglich ein leichtes Glühen ist an der Nagelspitze möglich. Wenn man seine Oberfläche durch Zerteilung jedoch vergrößert und damit die Kontaktfläche von Eisen und Sauerstoff vergrößert, lässt sich auch Eisen entzünden.
Entsorgung:
Das verbrannte Eisenpulver kann über den Hausmüll entsorgt werden.
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12 Entfernung des brennbaren Stoffes
Durch das Abstellen der Gasversorgung steht kein weiterer brennbarer Stoff mehr zur Verfügung und die Verbrennung kommt zum Erliegen. Nur so können beispielsweise Gasbrände gelöscht werden, ohne anschließend eine explosionsfähige Atmosphäre durch weiter austretendes Gas zu erzeugen.
Benötigtes Material:
- Brenner
- 1 Feuerzeug
Durchführung:
- Den Brenner entzünden und eine leuchtende Flamme einstellen.
- Die Gaszufuhr am Brenner abdrehen.
Beobachtung:
Die Flamme erlischt sofort.
Erklärung:
Da kein weiterer brennbarer Stoff zur Verfügung steht, wird die Verbrennung gestoppt.
Entsorgung:
Alle Materialien können weiterverwendet werden.
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13 Fettexplosion
Wasser ist als Löschmittel für Fettbrände ungeeignet. Durch dessen Verwendung kommt es zu Brandausbreitung und zu einer erheblichen Gefährdung aller umstehenden Personen.
Benötigtes Material:
- 1 Löffel
- Messbecher für Wasser
- Wasser
- 1 Teelicht
- 1 Feuerzeug
- Brenner
- 1 Pipette
- 1 Zange
Schutzausrüstung:
Schutzhandschuhe, Schutzbrille, Schutzanzug
Sicherheitshinweise:
Auf ausreichenden Abstand zum Publikum und zu brennbaren Gegenständen achten. Je nach Wachs- und Wassermenge variiert die Höhe der Flammen und die Wurfweite des brennenden Wachses.
Durchführung:
- Mit dem Löffel ein ca. haselnussgroßes Stück des Teelichts abtrennen.
- Den Löffel mit der Zange gerade halten und mit dem Brenner bis zur Entzündung des Wachses erhitzen.
- Den Brenner abdrehen und mit der Pipette jeweils einen Tropfen Wasser in das brennende Wachs spritzen.
Beobachtung:
Es entsteht ein kleiner Feuerball.
Erklärung:
Fett brennt bei Temperaturen von mehreren hundert Grad Celsius. Trifft Wasser, das schon bei 100 °C siedet, auf das brennende Fett, verdampft es schlagartig. Hierbei tritt eine Volumenzunahme um das 1700-fache auf. Das Fett wird fein verteilt herausgeschleudert und durch die stark vergrößerte Oberfläche entzünden sich die Fetttröpfchen.
Entsorgung:
Die Wachsreste können über den Hausmüll entsorgt werden.
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14 Implosion
Beim Löschen müssen auch Nebeneffekte beachtet werden, die nicht durch das Löschen an sich verursacht werden können. Stark erhitzte Behälter können durch Abkühlen beispielsweise implodieren.
Benötigtes Material:
- Brenner
- 1 Feuerzeug
- Leere Getränkedose (nicht enthalten)
- Plastikbehälter
- Pipette
- Wasser
Schutzausrüstung:
Schutzhandschuhe, Schutzbrille
Sicherheitshinweise:
Die Dose wird sehr heiß, deshalb unbedingt die Handschuhe verwenden.
Durchführung:
- Den Plastikbehälter zur Hälfte mit kaltem Wasser füllen.
- Ca. 5 ml Wasser in die Dose geben und mit den Handschuhen über dem Brenner zum Sieden bringen.
- Wenn die Dose vollständig mit heißem Wasserdampf gefüllt ist, mit der Öffnung nach unten in den Behälter mit dem kalten Wasser tauchen.
Beobachtung:
Nach kurzer Zeit implodiert die Dose.
Erklärung:
Beim Erhitzen entsteht aus dem Wasser die 1700-fache Menge Wasserdampf. Dieser kondensiert beim Eintauchen in die Schale in sein ursprüngliches Wasservolumen, der äußere Luftdruck überwiegt den Druck im Innern der Dose und drückt diese zusammen.
Entsorgung:
Die Dose über entsprechende Pfandsysteme entsorgen.
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15 Kamineffekt
Durch aufsteigende Brandgase und nachströmende Frischluft entsteht ein sich selbst unterhaltendes System, in dem die Brandintensität stetig zunimmt.
Benötigtes Material:
- Papprolle einer Küchenrolle (nicht enthalten)
- 1 Feuerzeug
- Draht
- 1 Zange
- Schraubenzieher (nicht enthalten)
Schutzausrüstung:
Schutzhandschuhe, Schutzbrille
Durchführung:
- In die Papprolle mit dem Schraubendreher am oberen Ende zwei gegenüberliegende Löcher stechen, den Draht durchfädeln und verknoten.
- Mit der Zange am Draht festhalten, sodass der Abstand der Papprolle zum Untergrund nur wenige Zentimeter beträgt.
- Den unteren Rand der Papprolle anzünden.
Beobachtung:
Nach kurzer Zeit steigt Rauch aus der oberen Öffnung und die Rolle brennt komplett ab.
Erklärung:
Da heiße Brandgase und Flammen eine geringere Dichte besitzen, steigen sie nach oben (Konvektion). Dadurch entsteht im Brandbereich ein leicht verringerter Druck und Umgebungsluft, die das Feuer mit Sauerstoff versorgt, strömt nach.
Entsorgung:
Die Reste können über den Hausmüll entsorgt werden.
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16 Kerzendimmer
Die Temperatur der Rauchgase sorgt dafür, dass diese eine geringere Dichte haben als Luft und deshalb nach oben steigen.
Benötigtes Material:
- 2 Teelichter
- Filmdose
- Großes Becherglas
- 1 Feuerzeug
Durchführung:
- Ein Teelicht auf den Untergrund stellen, das andere direkt daneben auf der Filmdose als Erhöhung und beide entzünden.
- Das Becherglas über die beiden Teelichter stülpen.
Beobachtung:
Das erhöhte Teelicht erlischt vor dem niedriger stehenden.
Erklärung:
Kohlenstoffdioxid entsteht als Verbrennungsprodukt und müsste sich aufgrund seiner größeren Dichte als Luft eigentlich am Boden sammeln. Aufgrund der Wärmeabgabe der Kerzenflammen dehnt sich das Gas aber aus, steigt mit verringerter Dichte nach oben und löscht die obere Flamme zuerst.
Entsorgung:
Alle Materialien können weiterverwendet werden.
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17 Kerzenrauch lässt sich entzünden
Nicht das feste oder flüssige Wachs, sondern die Wachsdämpfe brennen bei einer Kerze.
Benötigtes Material:
- 1 Löffel
- Stumpenkerze
- 1 Feuerzeug
- 1 Metallschale
Durchführung:
- Die Kerze auf der Schale entzünden und für mindestens eine Minute brennen lassen.
- Den Löffel vorsichtig auf den Docht drücken und so die Stumpenkerze löschen.
- Sofort das Feuerzeug in die aufsteigende Rauchsäule halten.
Beobachtung:
Eine Flamme wandert entlang der Rauchsäule zur Kerze und entzündet diese wieder.
Erklärung:
Die Restwärme des Dochtes reicht aus, um weiteres Wachs zum Verdampfen zu bringen. Hält man die Feuerzeugflamme in die Rauchsäule, so beginnt die Kerze wieder zu brennen, solange der Kerzenrauch noch Kontakt zum Docht hat und die Flamme sich an der Rauchsäule zum Docht hinbewegen kann.
Entsorgung:
Alle Materialien können weiterverwendet werden.
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18 Können diese Materialien brennen?
Eine Vielzahl verschiedener Materialien lassen sich ohne großen Aufwand zum Brennen bringen.
Benötigtes Material:
- Auffangbehälter
- Brenner
- 1 Feuerzeug
- 1 Zange
- Schere
Verbrennungsproben:
- Holz
- Papier
- Zeitung
- Pappe
- Spaghetti
- Stein
- Eisennagel
- Baumwolle
- Küchenschwamm
- Magnesiumband
- Reagenzglas
Schutzausrüstung:
Schutzbrille
Sicherheitshinweise:
Der Küchenschwamm brennt tropfend ab, deshalb nicht über den Brenner halten. Nicht direkt in die Flamme des Magnesiumbands schauen, diese ist sehr grell.
Durchführung:
- Von allen Materialien ein Stück mit der Zange an die Brennerflamme nähern.
Beobachtung:
Diese Materialien brennen:
- Holz
- Papier
- Zeitung
- Pappe
- Spaghetti
- Baumwolle
- Küchenschwanm
- Magnesiumband
Diese Materialien brennen nicht:
- Reagenzglas
- Stein
- Eisennagel
Erklärung:
Die untersuchten Stoffe unterscheiden sich in ihrer Entzündbarkeit und Brennbarkeit. Die meisten Materialien lassen sich jedoch verhältnismäßig leicht entzünden.
Entsorgung:
Die Reste können über den Hausmüll entsorgt werden.
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19 Kurzschluss
Elektrischer Strom einer Batterie reicht aus, um Metalle zur Zündung zu bringen, wenn der Oberfläche ausreichend groß ist.
Benötigtes Material:
- 1 Zange
- Eisenwolle
- Schere
- 9 V-Blockbatterie
- Auffangbehälter
Durchführung:
- Ein Stück der Eisenwolle abschneiden, leicht auseinanderziehen und mit der Zange festhalten.
- Die Batterie mit beiden Polen kurz an ein Ende der Wolle drücken.
Beobachtung:
Die Eisenwolle beginnt zu glimmen und eine Glutfront wandert durch den kompletten Bausch.
Erklärung:
Durch den Kurzschluss fließt der Strom in der Wolle, wobei es in den feinen Drähten schnell zu einer Temperaturerhöhung kommt. Diese reicht aus, um bei der vergrößerten Oberfläche des Eisens die Wolle zu entzünden.
Entsorgung:
Die Reste können über den Hausmüll entsorgt werden.
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20 Löschen mit CO2
Bei CO2 handelt es sich um ein Löschmittel, das schwerer ist als Luft. Es löscht rückstandsfrei und verdrängt dabei den benötigten Sauerstoff.
Benötigtes Material:
- 3 Teelichter
- 1 Feuerzeug
- Großes Becherglas
- Messbecher
- Essig
- 1 Päckchen Backpulver
Durchführung:
- Die Teelichter nebeneinanderstellen und entzünden.
- Das Backpulver auf den Boden des Becherglases geben und 75 ml Essig dazu gießen.
- Nach kurzer Zeit den gasförmigen Inhalt des Becherglases über den Teelichten ausgießen.
Beobachtung:
Der Inhalt des Becherglases schäumt auf. Beim Ausgießen erlöschen die Teelichter.
Erklärung:
Bei der Reaktion von Backpulver mit Essig entsteht Kohlenstoffdioxid (CO2) in großer Menge. CO2 hat eine höhere Dichte als Luft, sinkt daher ab und füllt das Becherglas von unten nach oben, wobei es die Luft vollständig ersetzt. Beim Ausgießen fließt das CO2 aus dem Glas und löscht die Teelichter durch Verdrängen des Sauerstoffs.
Entsorgung:
Die Flüssigkeit im Abfluss entsorgen.
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21 Löschen mit Pulver
Mit Löschpulver kann ein Flammenbrand schlagartig gelöscht werden. Es greift direkt in die Verbrennungsreaktion ein.
Benötigtes Material:
- Streuer
- Löschpulver
- 1 Löffel
- 1 Metallschale
- Brennspiritus
- 1 Feuerzeug
- Auffangbehälter
Durchführung:
- Den Streuer mit dem Löschpulver befüllen.
- In die Metallschale etwas Brennspiritus geben, entzünden und mit dem Löschpulver bestreuen.
Beobachtung:
Das Feuer erlischt nach kurzer Zeit.
Erklärung:
Das Feuerlöschpulver unterbricht die Verbrennungsreaktion auf Basis der sogenannten heterogenen Inhibition.
Entsorgung:
Die Reste können im Abfluss entsorgt werden.
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22 Löschen mit Schaum
Löschschaum trennt das Brandgut von dem umgebenden Sauerstoff und unterbricht so die Verbrennungsreaktion.
Benötigtes Material:
- 1 Metallschale
- Brennspiritus
- 1 Kunststoffschlauch
- 1 Trichter
- Mullbinde
- Spülmittel
- Wasser
- Plastikbehälter
- 1 Feuerzeug
- Auffangbehälter
Schutzausrüstung:
Schutzbrille
Durchführung:
- Die Mullbinde mehrfach um die Öffnung des Trichters wickeln, verknoten und diesen auf ein Schlauchende stecken.
- Den Plastikbehälter zu einem Drittel mit Wasser füllen, etwas Spülmittel dazugeben und vermischen.
- Den Trichter mit der Mullbinde in der Wasser-Spülmittel-Mischung tränken.
- Etwas Brennspiritus in die Schale geben und entzünden.
- Den Trichter in die Nähe der Schale halten und kräftig in den Schlauch pusten.
Beobachtung:
Der entstehende Schaum schiebt sich über den brennenden Brennspiritus und erstickt die Flammen.
Erklärung:
Der brennbare Stoff und der Sauerstoff werden durch den Löschschaum direkt voneinander getrennt und dadurch der Brennvorgang unterbrochen. Als Nebeneffekt wird das Brandgut durch das im Schaum enthaltene Wasser zusätzlich gekühlt.
Entsorgung:
Die Reste können im Abfluss entsorgt werden.
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23 Metallbrand
Bei Metallbränden entstehen Temperaturen von mehreren tausend Grad Celsius, weshalb Wasser als Löschmittel vollkommen ungeeignet ist. Durch falsche Löschmittel kommt es zur explosiven Verteilung von brennenden Metallspänen.
Benötigtes Material:
- 1 Wunderkerze
- 1 Feuerzeug
- 1 Löffel
- Magnesiumspäne
- Messbecher
- Wasser
- 1 Pipette
- Sand
- 1 Metallschale
- Auffangbehälter
Schutzausrüstung:
Schutzhandschuhe, Schutzbrille, Schutzanzug
Sicherheitshinweise:
Magnesium verbrennt mit sehr grellen Flammen. Es treten Temperaturen über 2000 °C auf, deshalb unbedingt Schutzkleidung tragen und vor dem Entsorgen alles abkühlen lassen.
Durchführung:
- Die Metallschale zur Hälfte Sand füllen und in eine Kuhle zwei bis drei Löffel Magnesiumspäne füllen.
- In die Späne quer eine Wunderkerze legen und an einem Ende entzünden.
- Sobald die Wunderkerze abgebrannt ist und das Magnesium glüht, mit der Pipette vorsichtig etwas Wasser auf das Metall spritzen.
Beobachtung:
Die Magnesiumspäne brennen zunächst relativ unauffällig. Von einem extrem hellen Leuchten ist in der Anfangsphase fast nichts zu erkennen. Erst nach Zugabe des Wassers tritt eine gleißend helle Flamme auf. Brennendes Metall fliegt explosionsartig weg.
Erklärung:
Die Magnesiumspäne brennen zunächst relativ unauffällig. Von einem extrem hellen Leuchten ist in der Anfangsphase fast nichts zu erkennen. Erst nach Zugabe des Wassers tritt eine gleißend helle Flamme auf. Brennendes Metall fliegt explosionsartig weg.
Entsorgung:
Die Reste können nach vollständiger Abkühlung über den Hausmüll entsorgt werden.
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24 Pharaoschlange
Bei der Verbrennung von Zucker entstehen unter Wirkung eines Katalysators schwarze schlangenartige Gebilde.
Benötigtes Material:
- 2 Emser Pastillen
- Sand
- Brennspiritus
- 1 Feuerzeug
- 1 Pipette
- Kleines Becherglas
- 1 Metallschale
Sicherheitshinweise:
Die Spiritusflammen sind oft nur schwer zu erkennen, deshalb genau nachsehen, ob die Flammen schon erloschen sind.
Durchführung:
- Die Metallschale mit Sand füllen und zwei Emser Pastillen übereinander in die Mitte stellen.
- Etwas Brennspiritus in das Becherglas füllen. Über die Pastillen und den umliegenden Sand zwei Pipetten Brennspiritus geben und anzünden.
Beobachtung:
Der Spiritus verbrennt und nach einiger Zeit steigen schwarze „Schlangen“ auf.
Erklärung:
Emser Pastillen bestehen vor allem aus Zucker. Dieser brennt unter der katalytischen Wirkung der ebenfalls enthaltenen Mischung von Salzen wie Natriumhydrogencarbonat und Kaliumhydrogencarbonat. Die beiden Hydrogencarbonate zerfallen in der Hitze unter Bildung von Kohlenstoffdioxid, das die Reste des unter Sauerstoffmangel verkohlenden Zuckers aufbläht.
Entsorgung:
Die Reste können nach vollständigem Erlöschen über den Hausmüll entsorgt werden.
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25 Pyrolyse
Bei Bränden in geschlossenen Räumen sammeln sich große Mengen unverbrannter Pyrolysegase an. Bei Sauerstoffzutritt können diese heißen Rauchschichten plötzlich durchzünden.
Benötigtes Material:
- Brenner
- Auffangbehälter
- 1 Zange
- 1 Reagenzglas
- Holzwolle
- 1 Feuerzeug
- 1 Holzstäbchen
Durchführung:
- Das Reagenzglas ca. 4 cm hoch mit Holzwolle füllen, dabei mit dem Holzstäbchen stopfen und mit dem Brenner erhitzen.
- Mit dem Feuerzeug ab und an versuchen, Gase am Ende des Reagenzglases zu entzünden.
Beobachtung:
Die Holzwolle färbt sich langsam schwarz. Flüssigkeiten kondensieren an der Reagenzglaswand. Es entsteht dunkler, gelb-weißer Rauch, der sich entzünden lässt.
Erklärung:
Durch die Erhitzung der Holzwolle setzt die Pyrolyse, die chemische Zersetzung der Holzfasern, ein. Durch das schmale Glas läuft der Verbrennungsvorgang (Schwelen) mit nur wenig Sauerstoff ab. Neben gasförmigen Produkten bilden sich auch flüssige und feste Komponenten, die im Reagenzglas zurückbleiben. Die Pyrolysegase bestehen aus vielen unverbrannten Bestandteilen, die bei passender Sauerstoffkonzentration gezündet werden können.
Entsorgung:
Die Reste können über den Hausmüll entsorgt werden.
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26 Sauerstoff als Voraussetzung für Verbrennungen
Eine Verbrennung findet nur so lange statt, wie ausreichend Sauerstoff vorhanden ist.
Benötigtes Material:
- 3 Teelichter
- 3 Bechergläser
- Feuerzeug
Durchführung:
- Die Teelichter nebeneinander anzünden und ca. eine Minute brennen lassen.
- Je ein Becherglas über ein Teelicht stülpen.
Beobachtung:
Die Kerzenflammen werden immer kleiner, bis die Teelichte schließlich erlöschen. Die Kerze unter dem kleinsten Glas erlischt zuerst, dann die unter dem mittelgroßen Glas und zuletzt das Teelicht unter dem größten Glas.
Erklärung:
Der in der eingeschlossenen Luft enthaltene Sauerstoff wird langsam aufgebraucht. Schließlich sinkt die Sauerstoffkonzentration so weit, dass die Verbrennung zum Erliegen kommt. Je größer das Glas ist, desto mehr Sauerstoff ist vorhanden und umso länger wird die Verbrennung aufrechterhalten.
Entsorgung:
Die Reste können über den Hausmüll entsorgt werden.
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27 Staubexplosion
Harmlose Stäube von Bärlapp, Mehl und Kohle können mit Luftsauerstoff vermischt starke Explosionen verursachen.
Benötigtes Material:
- Bärlappsporen
- Brenner
- 1 Feuerzeug
- 1 Löffel
- 1 Kunststoffschlauch
- 1 Trichter
- 1 Metallschale
Schutzausrüstung:
Schutzbrille
Sicherheitshinweise:
Die Flamme kann sehr groß werden. Es dürfen sich im Ausbreitungsbereich des Staubes keine Personen befinden.
Durchführung:
- Einen Löffel Bärlappsporen auf die Metallschale geben und versuchen mit dem Feuerzeug zu entzünden.
- Den Trichter in den Schlauch stecken und zwei Löffel Bärlappsporen in den Schlauch füllen.
- Das Schlauchende mit dem Trichter schräg unterhalb der Brennerflamme halten und in das andere Ende kräftig hineinpusten.
Beobachtung:
Die Bärlappsporen auf der Schale verbrennen nach längerem Erhitzen mit sehr kleiner Flamme. Fein zerstäubt verbrennen sie mit einer Stichflamme.
Erklärung:
Bärlappsporen enthalten zu großen Teilen Öle, die sie brennbar machen. Durch die Zerstäubung des Pulvers vergrößert sich die Kontaktfläche von Pulver und Luftsauerstoff stark. Die Verbrennungsreaktion verläuft daraufhin schnell und heftig und es kommt zu einer Staubexplosion.
Entsorgung:
Die Reste können über den Hausmüll entsorgt werden.
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28 Stichflamme mit Spraydose
Werden brennbare Flüssigkeiten zu feinen Tröpfchen versprüht, entsteht ein hochentzündlicher Nebel. Trifft dieser auf eine Zündquelle entsteht eine große Stichflamme.
Benötigtes Material:
- Deo-Dose
- Brenner
- 1 Feuerzeug
Schutzausrüstung:
Schutzbrille
Sicherheitshinweise:
Die Flamme darf niemals in Richtung des Publikums gerichtet werden. Nicht zu lange auf einmal sprühen, sondern stoßweise. Die verwendete Dose sollte noch genug Druck haben, damit die Flamme nicht in die Dose zurückschlägt
Durchführung:
- Den Brenner entzünden.
- Düse der Spraydose auf den Brenner richten und auf den Auslöseknopf drücken.
Beobachtung:
Eine lange Stichflamme entsteht.
Erklärung:
Der Inhalt der Dose, sowie meist auch das Treibgas, ist brennbar. Beim Versprühen vergrößert sich dessen Oberfläche massiv, weshalb beim Erreichen der Brennerflamme eine große Stichflamme entsteht.
Entsorgung:
Die Materialien können weiterverwendet werden.
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29 Streichholz an heißer Oberfläche
Ob brennbare Materialien auf der Herdplatte oder ein Kleidungsstück über dem Heizlüfter, heiße Oberflächen sind eine häufige Zündquelle bei Wohnungsbränden.
Benötigtes Material:
- 1 Zange
- 1 Reagenzglas
- 1 Streichholz
- Brenner
- 1 Feuerzeug
Durchführung:
- Ein Streichholz mit dem Kopf nach unten in das Reagenzglas geben.
- Das Glas von außen mit dem Brenner erhitzen.
Beobachtung:
Das Streichholz zündet nach kurzer Zeit.
Erklärung:
Eine Zündung kann auch ohne direkte Flammeneinwirkung nur durch eine heiße Oberfläche initiiert werden. Dabei reicht die Temperatur der Glaswand aus, um die brennbaren Bestandteile des Streichholzkopfes zu entzünden.
Entsorgung:
Die Reste können über den Hausmüll entsorgt werden.
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30 Teebeutelrakete
Große Feuer erzeugen eigene Winddynamiken, bei denen es durch Flugfeuer zu erheblichen Brandausbreitungen kommen kann.
Benötigtes Material:
- 1 Teebeutel
- Schere
- 1 Feuerzeug
- 2 Metallschalen
Durchführung:
- Den Teebeutel oben quer aufschneiden und in eine Schale leeren.
- Den Beutel als Röhre auf die andere Schale stellen und am oberen Ende anzünden.
Beobachtung:
Wenn der Teebeutel fast komplett abgebrannt ist, steigt der kleine brennende Rest auf.
Erklärung:
Die Luft um den Teebeutel herum erwärmt sich. Durch die geringe Masse des verbleibenden Restes ist die Auftriebskraft stärker als die Schwerkraft, die Konvektion der erwärmten Luftsäule reißt die Aschereste hoch.
Entsorgung:
Die Reste können über den Hausmüll entsorgt werden.
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31 Unvermischbarkeit von Öl und Wasser
Öle, Benzin und Diesel lassen sich in keinem Verhältnis mit Wasser mischen und schwimmen aufgrund ihrer geringeren Dichte immer auf.
Benötigtes Material:
- Leere Plastikflasche (nicht enthalten)
- Öl
- Wasser
- Lebensmittelfarbe
Durchführung:
- Die Flasche zur Hälfte mit Wasser füllen.
- Einen Tropfen Lebensmittelfarbe dazugeben und kräftig schütteln.
- Ein Viertel der Flasche mit Öl auffüllen.
- Die Flasche kräftig schütteln und hinstellen.
Beobachtung:
Die Lebensmittelfarbe färbt das Wasser an. Das Öl schwimmt auf dem Wasser aus. Nach dem Schütteln bilden sich die beiden Phasen schnell wieder aus.
Erklärung:
Öl und Wasser haben grundsätzlich gegenteilige Eigenschaften, weshalb sie nicht miteinander mischbar sind. Aufgrund geringerer Dichte schwimmt das Öl immer auf dem Wasser auf. Dies trifft ebenso auf Benzin und Diesel zu.
Entsorgung:
Die Reste können im Abfluss entsorgt werden.
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32 Verbrennungsprodukte einer Kerze
Bei Verbrennungen entsteht eine Vielzahl von Verbrennungsprodukten. Insbesondere Wasserdampf kann für Einsatzkräfte in größeren Mengen belastend wirken.
Benötigtes Material:
- 2 Löffel
- 1 Eiswürfel (nicht enthalten)
- Stumpenkerze
- 1 Feuerzeug
Durchführung:
- Die Kerze entzünden und einen Löffel mit wenig Abstand über die Flamme halten.
- Den zweiten Löffel mit dem Eiswürfel mit etwas Abstand ebenfalls über die Kerzenflamme halten.
Beobachtung:
Im ersten Fall scheidet sich schwarzer Ruß auf dem Löffel ab. Im zweiten Fall bilden sich Wassertropfen an der Löffelfläche.
Erklärung:
Kerzenwachs besteht wie viele andere fossile Energieträger aus Kohlenwasserstoffen. Werden diese verbrannt, entsteht unter anderem Kohlenstoff in Form von Ruß. Ist ausreichend Sauerstoff vorhanden, reagiert dieser weiter zu Kohlenstoffdioxid.
Außerdem entsteht bei der Reaktion von Wasserstoff mit dem Luftsauerstoff eine große Menge an Wasserdampf, der sich im zweiten Fall an dem kalten Löffel niederschlägt.
Entsorgung:
Die Reste können über den Hausmüll entsorgt werden.
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33 Verpuffung
Dämpfe brennbarer Flüssigkeiten verbrennen explosionsartig, wenn sie in einem optimalen Verhältnis mit Luftsauerstoff vermischt sind.
Benötigtes Material:
- Leere Chips-Dose
- Hammer (nicht enthalten)
- Schraubendreher (nicht enthalten)
- 1 Feuerzeug
- Feuerzeugbenzin
- Eisenwolle
Schutzausrüstung:
Schutzbrille
Sicherheitshinweise:
Die genaue Zahl benötigter Tropfen muss durch Vorversuche ermittelt werden. Sollte es zu einer Zündung ohne Explosion kommen, die Flamme auspusten und den Deckel vorsichtig öffnen.
Durchführung:
- In die Dose etwa 2 cm über dem Boden ein Loch mit etwa 3 mm Durchmesser bohren.
- Ein lockeres Bällchen (Ø 1 bis 2 cm) aus Eisenwolle und 5 bis 7 Tropfen Benzin in die Dose geben, mit dem Deckel verschließen und kräftig schütteln.
- Das Feuerzeug an das Loch in der Chips-Dose halten und zünden.
Beobachtung:
Die Dämpfe zünden und der Deckel fliegt davon.
Erklärung:
Die Benzindämpfe durchmischen sich mit der Luft und verbrennen dann explosionsartig. Der Explosionsdruck reicht aus, um den Deckel wegzuschleudern.
Entsorgung:
Alle Materialien können weiterverwendet werden.
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34 Wärme durch Reibung der Hände
Durch Reibung entsteht Wärme. Wird diese stark genug, kann sie zur Zündung eines Feuers dienen.
Benötigtes Material:
- Hände
Durchführung:
- Beide Handflächen fest aneinander reiben.
Beobachtung:
Die Hände werden immer wärmer.
Erklärung:
Durch das feste Reiben der Hände aneinander wird Energie in Form von Wärme erzeugt.
Entsorgung:
Alle Materialien können weiterverwendet werden.
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35 Wärmebindungsvermögen
Wasser hat das größte Wärmebindungsvermögen aller Löschmittel. Es entzieht durch Abkühlen die zur Aufrechterhaltung der Verbrennung erforderliche Energie.
Benötigtes Material:
- 1 Luftballon
- Wasser
- Messbecher
- 1 Teelicht
- 1 Feuerzeug
- Auffangbehälter
Durchführung:
- Den Luftballon mit ca. 10 ml Wasser füllen und aufblasen.
- Nun den Luftballon am Knoten über das Teelicht halten.
- Dann den Ballon seitlich neben die Flamme halten.
Beobachtung:
Solange der Ballon mit der Wasserseite über dem Teelicht gehalten wird, färbt sich die Außenseite lediglich schwarz. Sobald die Flamme einen anderen Teil des Luftballons erhitzt, platzt er.
Erklärung:
Wasser hat eine hohe spezifische Wärmekapizität und nimmt die Energie der Flamme so schnell auf, dass der Luftballon unversehrt bleibt. Wird jedoch eine Stelle erhitzt, die nicht von Wasser gekühlt wird, schmilzt die Luftballonhülle.
Entsorgung:
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36 Wasser löscht Brandklasse A
Brände der Brandklasse A können mit Wasser gelöscht werden, da es dem Feuer die benötigte Wärmeenergie entzieht. So wird auch vorhandene Glut gekühlt.
Benötigtes Material:
- Sprühflasche
- Wasser
- Holzwolle
- 1 Metallschale
- 1 Feuerzeug
Durchführung:
- Etwas Holzwolle zusammenknüllen, in der Schale entzünden und mit Wasser besprühen.
Beobachtung:
Wasser löscht das brennende Holz.
Erklärung:
Wasser hat das höchste Wärmebindungsvermögen aller Löschmittel. Es kühlt das Feuer so weit ab, dass die Verbrennungsreaktion unterbrochen wird.
Bei Glutbränden, wie sie typischerweise in der Brandklasse A auftreten, ist daher Wasser das gängigste Löschmittel.
Entsorgung:
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37 Wie verbrennen verschiedene Stoffe?
Stoffe können mit Glut, Flamme oder beidem gleichzeitig verbrennen. Davon hängt auch die Wahl des benötigten Löschmittels ab.
Benötigtes Material:
- Brenner
- 1 Holzstäbchen
- 1 Stück Holzkohle
- 1 Zange
- 1 Metallschale
- Brennspiritus
- 1 Feuerzeug
Durchführung:
- Das Holzstäbchen anzünden und anschließend auspusten.
- Die Holzkohle mit dem Brenner erhitzen.
- Die Schale mit etwas Brennspiritus befüllen und entzünden.
Beobachtung:
- Das Holzstäbchen verbrennt mit Flamme und Glut.
- Die Holzkohle verbrennt nur mit Glut.
- Der Brennspiritus verbrennt nur mit Flamme.
Erklärung:
Abhängig von den Eigenschaften des brennbaren Stoffs kann dieser mit Glut, Flamme oder beidem gleichzeitig verbrennen. Davon abhängig ist auch die Wahl des richtigen Löschmittels. Dabei gilt der Grundsatz: Glut muss gekühlt werden, Flammen müssen erstickt werden.
Entsorgung:
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38 Wirkung von Netzmitteln
Die Zugabe von Schaummittel führt zu einer Reduzierung der Oberflächenspannung des Wassers. Dadurch ist es möglich, schneller und mit weniger Löschmittel Brände von wasserabweisenden Stoffen (z.B. Papier, Holz und Pappe) zu bekämpfen.
Benötigtes Material:
- 2 Metallschalen
- 1 Zange
- Stumpenkerze
- 2 Pipetten
- Spülmittel
- Wasser
- Messbecher
- Kleines Becherglas
Durchführung:
- Die beiden Metallschalen mit der Zange so über die Kerze halten, dass sich dort Ruß ablagert.
- Den Messbecher mit Wasser füllen, im Becherglas eine Mischung aus Wasser und Spülmittel herstellen.
- Mit einer Pipette etwas Wasser auf die Rußschicht einer Schale geben.
- Mit der anderen Pipette einige Tropfen Wasser-Spülmittel-Gemisch (Netzwasser) auf den Ruß der anderen Schale tropfen.
Beobachtung:
Das normale Wasser perlt auf der Rußschicht ab. Das Netzwasser dringt in die Rußschicht ein.
Erklärung:
Ruß ist stark hydrophob (wasserabweisend), weshalb das Wasser abperlt. Das Netzwasser hingegen hat eine reduzierte Oberflächenspannung, weshalb es in der Lage ist, in die Rußschicht einzudringen.
Entsorgung:
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